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Alexander Jäger über Anstands- und Ekelgrenzen

Zum Thema Schockbilder auf Tabakverpackungen schreibt Alexander Jäger in der Facebook-Gruppe von Netzwerk Rauchen e.V.:

Die Überschreitung von Anstands- oder Ekelgrenzen ist übrigens ein sehr heikles Thema. Wenn man sich als Künstler einmal entschlossen hat, eine solche Grenzüberschreitung zu begehen, gibt es kein Zurück mehr. Beispielsweise in meinem kleinen Buch: Ab dem Moment, in dem ich den griechischen Kackspecht als Figur einführe, gibt es nur noch den Weg weiter vorwärts auf der Ekel- bzw. später der Gewaltspirale; wenn in einem Film die erste Splatterszene zu sehen ist, müssen zwangsläufig weitere folgen, sonst funktioniert das Ganze nicht mehr, ebenso wie ein Film nach einer pornographischen Sequenz nicht mehr als seriöses Drama weitergehen kann. Der Schock überschattet gewissermaßen das Gesamtwerk und wird zu einem hartnäckig aufsässigen Detail (darum ist beispielsweise „Ein andalusischer Hund“ bis heute in erster Linie der Film mit der Rasierklinge im Auge, was sonst noch so geschieht, wird irrelevant).
Die Frage ist, was die EU vorhat, nachdem die Eskalationsstufe „Schockfotos“ nun erreicht wurde? Zurück zur Sachlichkeit geht nicht mehr, es bleibt der Überbietungslogik zufolge praktisch nur noch das Mittel der antiästhetischen Steigerung, schon alleine aufgrund der unvermeidlichen Gewöhnung und Abstumpfung. Ich bin gespannt, denn Gore Galore ist vorprogrammiert.

Nachhaltiger Unfug über Tabak und Umwelt

Foto: Tabakpflanzen im Botanischen  Garten Bremen. Man sieht die verheerenden ökologischen Folgen auf einen Blick

Wenn man die Modeformel des Öko-Denkens, „nachhaltig“, mit Orwellschem Neusprech kombiniert („unkalt“, „undunkel“) kommt dabei „unnachhaltig“ heraus.

„‚Tabak ist ein durchweg unnachhaltiges Produkt, von Anfang bis Ende‘“, wird eine Mitarbeiterin von Unfairtobacco.org in der Süddeutschen Zeitung zitiert. Der Artikel beschäftigt sich mit Umweltfragen beim Tabak und erweckt den Eindruck, dass bald der Weltuntergang bevorstünde, wenn weiter Tabakpflanzen angebaut werden.

Die Süddeutsche Bevormundungs-Zeitung (SBZ) fungiert traditionell als Sprachrohr der organisierten Tabakbekämpfung in Deutschland und jede noch so unseriöse Propaganda gegen das Rauchen ist immer herzlich willkommen. Der in Rede stehende Beitrag erfolgte in Kooperation mit dem Öko-Magazin natur, wo man normalerweise eher den Fleischkonsum böse findet, aber offenbar wird von der Anbetung der pflanzlichen Natur auch mal eine Ausnahme gemacht – nämlich, wenn es gegen den Tabak geht.

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Pharma-Finanzierung der Tabakbekämpfung

Seit Jahrzehnten finanzieren einschlägige Pharmkonzerne gegen den Tabak gerichtete Aktivitäten (Lobbygruppen, fragwürdige Studien usw.).  Beispiele und Hintergründe finden sich im Magazin NovoArgumente. „Ohne diese gigantischen Zahlungsströme würden das Rauchen und die Raucher heute gesellschaftlich anders gesehen und anders gesetzlich behandelt.“

https://www.novo-argumente.com/artikel/dampfen_als_laestige_konkurrenz