Online-Galerie 2017/18 [3]

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Hurra, das „Raucherbein“ ist zurück. Früher standardmäßig immer erwähnt als kleiner Bruder des Lungenkrebses, hatte es zuletzt an Prominenz eingebüßt. Vielleicht, weil es gar nicht so sehr direkt mit dem Tabakgenuss, sondern eher mit Diabetes und Fettstoffwechselstörungen zu tun hat? Man spricht übrigens auch von der „Schaufensterkrankheit“, insofern gehören auch Schaufenster zur Gruppe der Betroffenen.
Da Diabetes als einer der Hauptrisikofaktoren für das sogenannte „Raucherbein“ gilt: Werden solche Fotos demnächst auch auf Medikamentenpackungen für Diabetiker erscheinen? Nein, natürlich nicht. Die Pharmaindustrie, in den letzten 25 Jahren wesentlicher Finanzier der Anti-Raucher-Hetze, nimmt doch keine Nachteile in Kauf, sondern will sich bereichern. An Nikotinmitteln (Kaugummis, Pflaster usw.) wie auch Psychopharmaka, die in einer zunehmenden nichtrauchenden Gesellschaft immer reißenderen Absatz finden. Nicht umsonst hat mal jemand die Zigarette als das „Psychopharmakon des kleinen Mannes“ bezeichnet.
P.S.: Das Raucherbein, so hält sich hartnäckig ein Internet-Mythos, ist nach seinem Entdecker, dem Mediziner Franz Ferdinand Raucher (1864-1930) benannt.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Das wäre natürlich eine Katastrophe. Womöglich entsteht so ein neuer Helmut Schmidt, ein neuer Albert Einstein oder wieder eine Coco Chanel. Das geht gar nicht. Am besten man sterilisiert alle Raucher, wie früher die Alkoholiker im Dritten Reich. So entsteht eine schöne neue Nichtraucherwelt.
Man will Eltern mit aller Macht das Rauchen verleiden. Es gibt aber auch Kinder, die gerade wegen des Rauchens der Eltern nie anfangen und solche, die trotz Nichtrauchereltern später zur Tabakware greifen. Siehe: homosexuelle Kinder heterosexueller Eltern. Nun ist es in den meisten westlichen Kreisen erfreulicherweise keine Schande mehr, einen schwulen Sohn oder eine lesbische Tochter zu haben, aber jetzt sind Raucher die Ausgegrenzten.
Nicht selten werden auch die Kinder von Lehrern, Architekten, Dicken oder Juden zu ebensolchen. Wen stört’s? Natürlich die Anhänger der „tabakfreien Welt“, die nicht eher ruhen wollen, bis der letzte Raucher vom Antlitz dieses Planeten verschwunden ist. Den Gesundheitsministern, der WHO und nicht zuletzt der Pharmaindustrie soll man gefälligst nichtrauchenden Nachwuchs schenken. Ihr könnt uns mal.

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Foto: Lewis Hine (1874-1949)

„Der Durchschnitts-verbraucher wird die Bilder genauso ignorieren wie die Texte, und der ästhetisch anspruchsvolle Raucher hat ja längst die Hilfsmittel, um auch dieser neuesten Zumutung zu entgehen. Freilich bleibt das Kopfschütteln, mit welchen Albernheiten sich die Eiferer für die ‚tabaklose‘ Welt abgeben, finanziert natürlich aus Steuermitteln, die kaum ein europäischer Bürger ihnen aus freien Stücken gönnen würde.“

Prof. Dr.-Ing. habil. em. Günter Ropohl, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Technologie und Fachautor

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Die offenste Wunde der Tabakbekämpfung ist der hohe Unwahrheitsgehalt ihrer Propaganda.
„Schädlich für die Lunge“ sei das Rauchen, schrieb 1604 schon der damalige englische König Jakob I. im ersten zusammenhängenden staatlichen Anti-Raucher-Pamphlet der Weltgeschichte. Hat also wenig mit jüngeren medizinstatistischen Erkenntnissen zu tun, sondern war schon immer der Damen und Herren Tabakfeinde liebste Obsession. Geht sie aber nichts an, denn: „Meine Lunge gehört mir!“.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

So stellt man sich in Brüssel also den typischen Raucher beim morgendlichen Blick in den Spiegel vor. Wer weiß, wo man diesen Kauleistenträger aufgegabelt hat. Viele Ärzte sind an Nebenverdiensten immer interessiert, und vielleicht kursieren solche Bilder ja auf einem speziellen Schwarzmarkt. Unter dem Titel „Smoking Teeth“ findet man übrigens Warnungen vor Amalgamplomben im Mund. Hat aber mit Tabak nichts zu tun.
Wer kennt denn einen Raucher oder eine Raucherin mit solchem Gebiss? Wird in der EU schwierig zu finden sein. Vielleicht im letzten Hinterwald-Kaff eines armen Mitgliedsstaates?
Hier scheint eher die Zahnhygiene zu fehlen als dass viel geraucht wurde. Da bringt einem die bravste Enthaltsamkeit nichts, wenn meilenweit keine Zahnbürste in Sicht ist. Vielleicht sollte die EU diese Person aufspüren und ihr lebenslang Zahncreme spendieren? Wäre jedenfalls eine sinnvollere Ausgabe als die ganzen Ressourcen, die in die Tabakbekämpfung fließen.

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Romano Grieshaber: Passivrauchen – Götterdämmerung der Wissenschaft, Publikom Z, Kasel 2012, ISBN 978-3-00-037605-4

„Als Präventionsfachmann muss ich Ihnen sagen, dass das ehrenwerte Ziel, mit solchen Mitteln aus möglichst vielen Rauchern glückliche und gesunde Nichtraucher zu machen, auf diese Weise gar nicht erreicht werden kann. […] Gleichzeitig werden ihnen dazu noch potentiell krankmachende Botschaften vermittelt, denn dass Angst vor Krankheit selbst ein Krankheitsauslöser sein kann (sogenannter „Nocebo-Effekt“) und dass dasselbe auch für die soziale Isolation gilt, in die Raucher wissentlich getrieben werden sollen, um sie damit unter Druck zu setzen, Nichtraucher zu werden, ist ebenfalls längst nachgewiesen.“

Prof. Dr. med. Romano Grieshaber, ehemaliger Leiter der Prävention und Forschung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN)

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Online-Galerie 2017/18 [1]

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Die Person auf dem Bild sieht deutlich jünger als die allermeisten Lungenkrebspatienten. Man will uns also Angst einjagen, bereits früher als bei Betroffenen zumeist üblich davon befallen zu werden. Aber vielleicht hat sich die Dame – so denn überhaupt passionierte Raucherin – einfach nur gut gehalten.
Der Text stellt eine unbewiesene Behauptung auf. Vielleicht sind bis zu 90 Prozent der Betroffenen Raucher, aber das Verhältnis der Risikofaktoren (Gene, Radonstrahlung, offenbar auch Kohle- und Stahlindustrie, evtl. sogar zu viel Sauerstoff) ist unklar und der eigentliche Auslöser auch. Siehe etwa Metastasierung von anderen Krebsarten (mit wieder anderen Risikofaktoren) in die Lunge.
Keine Frage: Immer noch sterben zu viele an Lungenkrebs Erkrankte. Hätte man in den letzten Jahrzehnten nicht die vielen Milliarden für die Bekämpfung des Rauchens ausgegeben, hätte man sie in bessere Behandlung von Patienten und medizinischen Fortschritt investieren können. Statt in gesellschaftlichen Rückschritt durch die Hexenjagd auf Tabakgenießer mit der ganzen Propaganda.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

„Smoke gets in your eyes“… Vielleicht sollte die EU von unserem reichlichen Steuergeld Untersuchungen in Auftrag geben, ob Erblindung die Wirksamkeit der Warnhinweise und Ekelbilder vermindert. Manches ist einfach nicht zum Ansehen.
Tragisch ist, wenn Blindheit dazu führt, sich nicht mehr selbst eine Zigarette anzünden zu können. Das widerfuhr der Französin Jeanne Calment, die deshalb im Alter von 119 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, knapp 100 Jahre, nachdem sie damit angefangen hatte. Da sie im Alter von 122 Jahren starb, blieben ihr die EU-Tabakproduktrichtlinien mit ihren Ekelbildern und dem Inhaltsstoffe-Verbot erspart.
Freilich sollte man Risiken wie die Makuladegeneration im Auge behalten. Viel degenerierter allerdings ist die Tabakpolitik der Obrigkeit, insbesondere der EU, die Ekel auf Raucher verbreitet und in ihrer Widerlichkeit ein Spiegel der Seele derjenigen scheint, die solche Maßnahmen planen und durchsetzen.

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Édouard Manet: Der Raucher (1866), Minneapolis Institute of Arts

„An Ihren Statistiken bin ich nicht interessiert. Ich habe mir Ihren ganzen Stapel genommen und mir damit die Pfeife angezündet. […] Sie betrachten die Angelegenheit sehr einseitig. Sie verschließen Ihre Augen vor der Tatsache, dass die meisten alten Männer in Amerika rauchen und Kaffee trinken, obwohl sie – Ihrer Theorie zufolge – jung gestorben sein müssten.“

Mark Twain , Schriftsteller, 1893

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EU fordert Raucherlungen und faule Zähne in Zigarettenpackungen

Was die Ekelbilder auf den Tabakpackungen angeht, „bleibt der Überbietungslogik zufolge praktisch nur noch das Mittel der antiästhetischen Steigerung“, schrieb Alexander Jäger bei uns.  Wie so was aussehen könnte, hat „Eine Zeitung“ mal durchdacht. Wird wahrscheinlich bald von der Realität überholt.

Wir lieben Tabak, ihr hasst ihn. Die Liebe wird siegen.