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EU fordert Raucherlungen und faule Zähne in Zigarettenpackungen

Was die Ekelbilder auf den Tabakpackungen angeht, „bleibt der Überbietungslogik zufolge praktisch nur noch das Mittel der antiästhetischen Steigerung“, schrieb Alexander Jäger bei uns.  Wie so was aussehen könnte, hat „Eine Zeitung“ mal durchdacht. Wird wahrscheinlich bald von der Realität überholt.

Was ist die „TPD2“?

Die Tabakproduktrichtlinie (TPD) der EU stammt von 2001 und trat in den Folgejahren in Kraft. Die Überarbeitung (TPD2) von 2014 gilt in Deutschland ab dem 20. Mai 2016.

Auf Ebene der EU findet eine besonders freiheitsfeindliche Bekämpfung des Tabakkonsums statt, da die Pläne des medizinisch-industriellen Komplexes bzw. der Anti-Tabak-Lobby in Brüssel auf fruchtbareren Boden fallen als in vielen Mitgliedsstaaten der EU. Netzwerk Rauchen lehnt Gleichschaltung durch solche Regulierung ab und hat sich während des Gesetzgebungsprozesses gegen weitere Verschlechterungen eingesetzt.

TPD (2001):
Einführung der Textwarnungen mit schwarzem Trauerrand (= Verunstaltung der Packungen, manipulative Botschaften)
Verbot der Bezeichnungen „Light“ und „Mild“ (= weniger Orientierung für Raucher)
Einführung der Höchstwerte für Nikotin und Kondensat (= kein richtig starker Tabak mehr)
u. a.

TPD 2 (2014):
Einführung der Ekelbilder in Kombination mit den Propagandatexten
Verbot des Aufdrucks von Nikotin- und Kondensat-Werten auf den Packungen (= Wegfall von Verbrauche­r-information)
Verbot von Aromastoffen in der Zubereitung (= weniger Geschmacksvielfalt und -auswahl, dadurch insgesamt schlechtere Produktqualität)
u. v. a.

Ab dem 20. Mai 2016 gelangen nach und nach die verschandelten Packungen in die Läden und Automaten.

Die EU, sie wird vergehn,
unser Tabak bleibt bestehn.

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