Archiv der Kategorie: –   SAMMELALBUM

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

„Schädlich für die Lunge“ sei das Rauchen, schrieb 1604 schon der damalige englische König Jakob I. im ersten zusammenhängenden staatlichen Anti-Raucher-Pamphlet der Weltgeschichte. Hat also wenig mit jüngeren medizinstatistischen Erkenntnissen zu tun, sondern war schon immer der Damen und Herren Tabakfeinde liebste Obsession. Geht sie aber nichts an, denn: „Meine Lunge gehört mir!“. Zur Dame auf dem Bild drängt sich eine Sprechblase auf: „Heute keinen Oralsex bitte, ich habe meine Tage“.
Während unsere Horror-Statistin zum Taschentuch greift, fragt sich der unbedarfte Leser: Gibt’s auf der Packung eigentlich auch einen Bestellcoupon für Kotztüten?

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Wer kennt denn einen Raucher oder eine Raucherin mit solchem Gebiss? Wird in der EU
schwierig zu finden sein. Vielleicht im letzten Hinterwald-Kaff eines armen Mitgliedsstaates?
Hier scheint eher die Zahnhygiene zu fehlen als dass viel geraucht wurde. Da bringt einem die bravste Enthaltsamkeit nichts, wenn meilenweit keine Zahnbürste in Sicht ist. Vielleicht sollte die EU diese Person aufspüren und ihr lebenslang Zahncreme spendieren? Ware jedenfalls eine sinnvollere Ausgabe als die ganzen Ressourcen, die in die Tabakbekämpfung fließen.
Unter dem Titel „Smoking Teeth“ findet man im Internet übrigens Warnungen vor Amalgam-plomben im Mund. Hat aber mit Tabak nichts zu tun.

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Romano Grieshaber: Passivrauchen – Götterdämmerung der Wissenschaft, Publikom Z, Kasel 2012, ISBN 978-3-00-037605-4

„Als Präventionsfachmann muss ich Ihnen sagen, dass das ehrenwerte Ziel, mit solchen Mitteln aus möglichst vielen Rauchern glückliche und gesunde Nichtraucher zu machen, auf diese Weise gar nicht erreicht werden kann. […] Gleichzeitig werden ihnen dazu noch potentiell krankmachende Botschaften vermittelt, denn dass Angst vor Krankheit selbst ein Krankheitsauslöser sein kann (sogenannter „Nocebo-Effekt“) und dass dasselbe auch für die soziale Isolation gilt, in die Raucher wissentlich getrieben werden sollen, um sie damit unter Druck zu setzen, Nichtraucher zu werden, ist ebenfalls längst nachgewiesen.“

Prof. Dr. med. Romano Grieshaber, ehemaliger Leiter der Prävention und Forschung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN)

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Fieser Anblick – wer so was auf der Schachtel betrachten muss, sollte eine Entschädigung in Höhe eines durchschnittlichen Chirurgengehalts bekommen. Erkenntniswert des Bildes: null. Der Text stellt eine unbewiesene Behauptung auf. Vielleicht sind bis zu 90 Prozent der Betroffenen Raucher, aber das Verhältnis der Risikofaktoren (Gene, Radonstrahlung, offenbar auch Kohle- und Stahlindustrie, evtl. sogar zu viel Sauerstoff) ist unklar und der eigentliche Auslöser auch. Siehe etwa Metastasierung von anderen Krebsarten (mit wieder anderen Risikofaktoren) in die Lunge.
Keine Frage: Immer noch sterben zu viele an Lungenkrebs Erkrankte. Hätte man in den letzten Jahrzehnten nicht die vielen Milliarden für die Bekämpfung des Rauchens ausgegeben, hätte man sie in bessere Behandlung von Patienten und medizinischen Fortschritt investieren können. Statt in gesellschaftlichen Rückschritt durch die Hexenjagd auf Tabakgenießer mit der ganzen Propaganda.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Was steht da? Ich kann’s nicht lesen. Tragisch ist, wenn Blindheit dazu führt, sich nicht mehr selbst eine Zigarette anzünden zu können. Das widerfuhr der Französin Jeanne Calment, die deshalb im Alter von 119 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, knapp 100 Jahre, nachdem sie damit angefangen hatte. Da sie im Alter von 122 Jahren starb, blieben ihr die EU-Tabakproduktrichtlinien mit ihren Ekelbildern und dem Inhaltsstoffe-Verbot erspart.
Vielleicht sollte die EU von unserem reichlichen Steuergeld Untersuchungen in Auftrag geben, ob Erblindung die Wirksamkeit der Warnhinweise und Ekelbilder vermindert. Manches ist einfach nicht zum Ansehen.
Freilich gibt es Risiken wie die Makuladegeneration und Raucher sollten das im Auge behalten. Viel degenerierter allerdings ist die Tabakpolitik der Obrigkeit, insbesondere der EU, die Ekel auf Raucher verbreitet und in ihrer Widerlichkeit ein Spiegel der Seele derjenigen scheint, die solche Maßnahmen durchsetzen.

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Édouard Manet: Der Raucher (1866), Minneapolis Institute of Arts

„An Ihren Statistiken bin ich nicht interessiert. Ich habe mir Ihren ganzen Stapel genommen und mir damit die Pfeife angezündet. […] Sie betrachten die Angelegenheit sehr einseitig. Sie verschließen Ihre Augen vor der Tatsache, dass die meisten alten Männer in Amerika rauchen und Kaffee trinken, obwohl sie – Ihrer Theorie zufolge – jung gestorben sein müssten.“

Mark Twain , Schriftsteller, 1893

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