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Ekelalbum „Schachtelteufel“

Für unsere Mitglieder und Spender halten wir ein Sammelalbum für die EU-Ekelbilder (DIN A5 Querformat) bereit, in das Sie die Bilder kleben können, die Sie auf den Zigarettenpackungen vorfinden:

Ein solches Sammelalbum können Sie sich aber auch zum Selberdrucken herunterladen oder hier in gedruckter Form bestellen.

Wenn Sie sich hier und jetzt mit den Ekelbildern befassen wollen: Besuchen Sie unsere Online-Galerie, die aufgebaut ist wie ein bereits vollgeklebtes Sammelalbum.

 

Sammelalbum zum Runterladen

Fast dasselbe Sammelalbum, das wir für unsere Mitglieder und Spender in gedruckter Form (DIN A5, Querformat) vorbereiten, können Sie sich hier als PDF zum Selberdrucken herunterladen. Allerdings ist dieses der Einfachheit halber im Format DIN A4 hoch.

Es enthält keine Ekelbilder. Die müssen Sie selbst aus der zum Spruch passenden Zigarettenschachtel ausschneiden und einkleben.

Sammelalbum jetzt herunterladen

Hier erhalten Sie das Sammelalbum in gedruckter Form.




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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Früher war diese Behauptung unbekannt und ist in vielen Ländern heute noch nicht sehr verbreitet. Also kann man sich ungestört fortpflanzen. Es geht ja – wie bei den anderen Warnungen – nicht um tatsächliche Gefahren, sondern um Angstmache. Wenn man das einmal verstanden hat, braucht man sich weniger zu sorgen. Sorge dich nicht, liebe!
Woher kommt eigentlich der heilige Zorn über die ganzen rauchenden Schwangeren, wenn die Zigarette angeblich unfruchtbar macht?
Sollte man nicht zu wörtlich nehmen und etwa auf Verhütung verzichten. Sonst steht man da. Wenn das Kind dann erst mal auf der Welt ist, laufen rauchenden Eltern schnell Gefahr, die Wut der Neospießer auf sich zu ziehen – z.B. durch Rauchen in Gegenwart der Kinder. Völlig ungefährlich, aber nach deren Meinung sollen Kinder sogar vor dem Anblick rauchender Menschen „geschützt“ werden. Für Antiraucher, Tabakbekämpfer und ähnliches Volk sind eben nur Abstinenzler gute Vorbilder.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Auf diesen Unfug ist man ursprünglich durch eine Studie mit ein paar Dutzend amerikanischen Vietnam-Veteranen gekommen, und fertig war die nächste Masche, den Leuten Angst einzujagen. Allerdings sind gerade während des deshalb sogenannten Baby Booms besonders viele Kinder geboren worden, in einer Zeit, in der die allermeisten Väter zur Rauchware gegriffen haben.
Von Weicheiern und Warmduschern, die in Embryonalstellung schlafen, sollte man keine Wunderwerke der Potenz erhoffen. Vielleicht ist der Knabe auf dem Bildchen ja eingefleischter Nichtraucher. Raucher jedenfalls sollten sich nichts einreden und schon gar nicht die Zigarette danach vermiesen lassen.
Diese Propagandatexte und Krankheitsporno-Bilder kommen ja von der EU. Angesichts der Qualität der dortigen Gesetzgebung wäre legislative Impotenz eine bessere Wahl.

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Foto: Carlos Huerta, cc-by-2.0

„Eine Eindämmung des Rauchens durch Beschämung, Beschimpfung, Bedrohung und Bestrafung von Rauchern wird sich meiner Überzeugung nach mit absoluter Sicherheit als gesellschaftlich wie gesundheitspolitisch kontraproduktiv erweisen. […] Die Leit­gedanken, die der Tabakproduktrichtlinie der EU zugrunde liegen, stehen im Widerspruch zu allem, was eine freie Gesellschaft in ihrem Wesen ausmacht.“

Prof. Dr. med. Romano Grieshaber, ehemaliger Leiter der Prävention und Forschung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN)

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Bei dem armen bleich geschminkten Mann handelt es sich wohl um einen hauptberuflichen Erschrecker in angesehenen Geisterbahnen. Nicht mehr ganz junger Mann zum Mitreisen gesucht…
Nicht einmal der großen rechtsmedizinischen Koryphäe Prof. Karl-Friedrich Boerne (Münster) würde es gelingen, nach einer Herzattacke das Rauchen als „Täter“ dingfest zu machen. Es gibt wohl hunderte potentielle Risikofaktoren für dieses Leiden – und ebenso viele Gene, die dort mit hinein spielen. Wir empfehlen den Besuch des „Heart Attack Grill“ in Las Vegas: Dort gibt es den kalorienreichsten Hamburger der Welt und rauchen darf man auch.
Raucher haben übrigens besser Überlebensraten nach einem Herzinfarkt, wie kürzlich eine von auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie präsentierte Studie aussagt.
Was ist eigentlich mit den anderen Faktoren, die man ebenfalls als Ursachen für Herzattacken gefunden zu haben meint? Bei Alkohol und bestimmten Speisen könnte man ähnliche Ekelpornos auf den Speisen anbringen, aber wie steht es bei ethnischen Zusammenhängen, die mit dem Herzinfarktrisiko korrelieren?

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Die ungesunde Gesichtsfarbe scheint ein ständiges Stilmittel zu sein: Bleich wie Gevatter Tod kriecht der Raucher durch sein Leben. Fernab der Realität, aber das Kopfkino der hauptberuflichen Tabakbekämpfer spielt sich ohnehin in einer Parallelwelt ab. Einer, wo die Lebenserwartung in Deutschland sich seit Einführung der Industriezigarette nicht verdoppelt hat.
Und übrigens nicht die feine Art, Behinderungen bzw. Behinderte für Anti-Rauch-Propaganda zu missbrauchen. Ja, Behinderte sind offenbar unerwünscht. Das hatten wir schon mal. Wann war das noch gleich? Ach ja, als man das Rauchen und Trinken und Übergewicht bekämpfte, um den deutschen Volkskörper zu gesunden. Damals herrschte der totalitäre Gedanke, dass die Obrigkeit den persönlichen Lebensstil vorschreiben durfte und man sich für Staat und Führer gefälligst gesund zu sein hatte. Schön, dass wir heute weiter sind…
„Behindert ist man nicht – behindert wird man“? Raucher werden jedenfalls beim Ausleben ihres Lebensstils in zunehmendem Maße behindert. Von Staats wegen, aber auch durch die grassierende Neigung in der Gesellschaft, seine Mitmenschen zu gängeln.

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Günter Ropohl: Besorgnisgesellschaft. Hintergründe der Tabakbekämpfung, Parodos Verlag, Berlin 2014, ISBN: 978-3-938880-67-8

„Ob der Sterbende durch Schlaganfall oder Herzinfarkt in Minutenschnelle dahingerafft, ob er durch allgemeine Schwäche sanft entschläft, oder ob er wochen- und monatelang in hilflosem Schmerz dahinsiecht, das hängt von der Verfassung des Patienten und der Art der Erkrankung ab, nicht aber von möglichen Einfluss­faktoren der Krankheit. Ein lebenslanger Raucher, der an einem plötzlichen Herzinfarkt stirbt, hat einen schöneren Tod als der lebenslange Nichtraucher, dessen Organe nach und nach von aggressiven Metastasen befallen werden.“

Prof. Dr.-Ing. habil. em. Günter Ropohl, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Technologie und Fachautor

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

… Ihren Nachbarn, Ihrem Pizzaboten, Ihrer Hausratte und allen, den Sie zu nahe kommen, bis ins dritte Glied.
Welchen Schaden soll das arme kleine Kind denn nehmen? Netzwerk Rauchen hat in einer Analyse festgestellt, dass von den ganzen Erkältungs- und ähnlichen Krankheiten beim Nachwuchs, mit denen man den Tabakgenuss der Eltern gerne in Verbindung bringt, bei genauer Betrachtung nichts übrig bleibt. Die Legende vom gefährlichen „Passivrauchen“ schmilzt wie Schnee in der Sonne. Leider lassen sich viele Erwachsene einreden, es sei üble Sünde, in der Gegenwart von Kindern zu rauchen.
Auch als man allgemein noch ein entspanntes und unverkrampftes Verhältnis zum Rauchen in der Nähe von Kindern hatte, wurde Babys nicht einfach Rauch mitten ins Gesicht geblasen. Und nein, Kinder leiden nicht unter der Anwesenheit von Rauchern. Der ganze Ekel vor Tabakrauch ist ein anerzogener Affekt, den früher fast niemand hatte. Klar, dass Antiraucher für „rauchfreies Aufwachsen“ von Kindern sind, denn die sollen ja darauf getrimmt werden, Tabakrauch als etwas Abnormales wahrzunehmen. Kein Grund, dabei mitzumachen. Nur genug lüften sollte man – aber darin sind wir Raucher ohnehin besser.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Schöne weiße Schminke oder Photoshop-Bearbeitung vermittelt hier mitten im Saft stehenden Menschen wird den falschen Eindruck, durch das Rauchen würde man typischerweise auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft aus dem Leben gerissen. Krankhaft übersteigertem Risikodenken wird so der fatale Weg bereitet. Doch soweit muss es nicht kommen. Zeigen Sie einfach den falschen EU-Belehrungen den Mittelfinger und lassen sich Ihren Lebensstil nicht verbieten.
Im Übrigen kommen genügend Nichtraucher mit solcherart bedruckten Packungen in Berührung. Ein von den Raucherhassern aber gern in Kauf genommener Kollateralschaden, schließlich will man ihnen Ekel vor Rauchern anerziehen.

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Bildquelle: aboutpixel.de / Hochzeit © Andreas Reimer

„Neben der Beleidigung der Verbraucher, die den irreführenden Ekelfotos ausgesetzt sind, stellt die verstärkte Verunstaltung der Schachteln einen inakzeptablen Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit der Hersteller dar, die längst nicht mehr Herr über Inhalt und ihrer Ware sind. Da es die in der US-amerikanischen Verfassung garantierte Meinungsfreiheit unzulässig beschneidet, wenn man gegen seinen Willen zu Äußerungen gezwungen wird, hat […] ein hohes US-Berufungsgericht die Schockbilder vor der Einführung gestoppt.“

Christoph Lövenich, Politologe, Redakteur und Publizist

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