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Ekelalbum „Schachtelteufel“

Für unsere Mitglieder und Spender halten wir ein Sammelalbum für die EU-Ekelbilder (DIN A5 Querformat) bereit, in das Sie die Bilder kleben können, die Sie auf den Zigarettenpackungen vorfinden:

Ein solches Sammelalbum können Sie sich aber auch zum Selberdrucken herunterladen oder hier in gedruckter Form bestellen.

Wenn Sie sich hier und jetzt mit den Ekelbildern befassen wollen: Besuchen Sie unsere Online-Galerie, die aufgebaut ist wie ein bereits vollgeklebtes Sammelalbum.

 

Raucherservice „Unser Tabak“

Seit Jahrzehnten sind Raucher an die Werteangaben auf Tabakpackungen gewöhnt, insbesondere bei fertigen Industriezigaretten. Die Mengen an Nikotin und Kondensat (Teer) geben Auskunft über die Stärke und erlauben so Vergleiche. Seit über 10 Jahren wird auch der Kohlenmonoxid (CO)-Wert angegeben.

Die TPD2 bedeutet, dass der Aufdruck von Nikotin- und Kondensat-Werten auf den Packungen verboten wird. Wo bisher sachliche Verbraucherinformation stand, findet sich künftig nur Propaganda und Bilderekel. Das ist die Verbraucherpolitik im 21. Jahrhundert: Manipulation statt Information.

Wer seine Tabakwaren nicht vom Fachhändler bezieht und sich dort beraten lässt, weiß nichts über das erworbene Produkt. Dieses Produkt ist mit rund 80 % Steuern belastet, aber für den Konsumenten schlechter dokumentiert als eine Packung Nudeln.

Netzwerk Rauchen bietet nun Verbraucherinformation über die Werte und weitere Charakteristiska von Zigarettenmarken (Tabaksorte, Zusatzstoffe u.ä.)

Das finden Sie auf unserer Website unser-tabak.de.

Dort informieren wir auch über das politisch verursachte Markensterben.

Was ist die „TPD2“?

Die Tabakproduktrichtlinie (TPD) der EU stammt von 2001 und trat in den Folgejahren in Kraft. Die Überarbeitung (TPD2) von 2014 gilt in Deutschland ab dem 20. Mai 2016.

Auf Ebene der EU findet eine besonders freiheitsfeindliche Bekämpfung des Tabakkonsums statt, da die Pläne des medizinisch-industriellen Komplexes bzw. der Anti-Tabak-Lobby in Brüssel auf fruchtbareren Boden fallen als in vielen Mitgliedsstaaten der EU. Netzwerk Rauchen lehnt Gleichschaltung durch solche Regulierung ab und hat sich während des Gesetzgebungsprozesses gegen weitere Verschlechterungen eingesetzt.

TPD (2001):
Einführung der Textwarnungen mit schwarzem Trauerrand (= Verunstaltung der Packungen, manipulative Botschaften)
Verbot der Bezeichnungen „Light“ und „Mild“ (= weniger Orientierung für Raucher)
Einführung der Höchstwerte für Nikotin und Kondensat (= kein richtig starker Tabak mehr)
u. a.

TPD 2 (2014):
Einführung der Ekelbilder in Kombination mit den Propagandatexten
Verbot des Aufdrucks von Nikotin- und Kondensat-Werten auf den Packungen (= Wegfall von Verbrauche­r-information)
Verbot von Aromastoffen in der Zubereitung (= weniger Geschmacksvielfalt und -auswahl, dadurch insgesamt schlechtere Produktqualität)
u. v. a.

Ab dem 20. Mai 2016 gelangen nach und nach die verschandelten Packungen in die Läden und Automaten.

Die EU, sie wird vergehn,
unser Tabak bleibt bestehn.

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Der Nocebo-Effekt

Jeder kennt den Placebo-Effekt: Wirkstofflose Medikamente können heilen, weil der Patient an eine Wirkung glaubt. Das „funktioniert“ auch umgekehrt. Wer der Überzeugung ist, irgendeine Handlung mache ihn krank, der wird irgendwann krank werden. Das ist der Nocebo-Effekt.
Wer weiß, wie viel Schaden die immer selbe Leier von den ach so bösen Gefahren des Rauchens  in den letzten Jahren bereits angerichtet hat. Das sagte selbst die Wissenschaftssendung „Quarks & Co.“ (WDR, mit Ranga Yogeshwar). Auf deren Webseiten hieß es schon 2005, als reine Textbehauptungen und noch keine Bilder die Tabakschachteln verunstaltet haben:

„Möglicherweise löst schon der Warnhinweis Krebs aus. […] Angesichts eines so massiven Noceboeffektes ist es fraglich, ob es wirklich heilsam ist, wenn […] auf Zigarettenpackungen Hinweise über die Risiken des Rauchens stehen. Möglicherweise wecken gerade diese kurzen Sätze in den Konsumenten die Erwartung, tatsächlich an Lungenkrebs zu erkranken. Und das macht die Entstehung eines solchen Krebsleidens möglicherweise nur noch wahrscheinlicher.  Schließlich belegen Placebo- und Noceboeffekt, wie extrem wirkungsvoll positive und negative Erwartungen sein können.“

Und nun die Krankheitspornos, die alsbald zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden können. Nicht genug, dass man sich mit diesen Ekelbildern über leidende Menschen lustig macht und sie verhöhnt. Die EU und der Bundesgesetzgeber nehmen sehenden Auges in Kauf, dass Menschen durch diesen Schockfotos gesundheitlich beeinträchtigt werden, ganz gleich ob sie nun rauchen oder nicht. Man macht sich auf diese Weise schuldig an zahllosen schweren Erkrankungen, sogar an Todesfällen.