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Steckkarten vor Gericht

Seit Einführung der verbindlichen Schockbilder auf Tabakpackungen vor zwei Jahren behelfen sich viele Einzelhändler mit Steckkarten in ihren Regalen, auf denen die jeweilige Marke mit Logo deutlich sichtbar ist. Diese ist nämlich gerade aus der Entfernung deutlich schwerer zu erkennen, da der Hersteller gemäß TPD 2 der EU nur noch eine Minderheit der Fläche seiner eigenen Verkaufspackung selbst gestalten darf. So erleichtern die Karten den Kundenaugen, aber auch dem Händler und seinen Mitarbeitern das Auffinden der gewünschten Sorte. Dass dabei die Ekelbilder verdeckt werden, ist ein angenehmer Nebeneffekt – der aber die Antiraucher auf den Plan gerufen hat. Der Verbraucherzentralen-Bundesverband hat einen Kioskbetreiber deswegen verklagt und ist erstmal gescheitert, und zwar vor dem Landgericht Berlin.

Das Gericht hat sich einer verbreiteten Rechtsauffassung angeschlossen, derzufolge die EU-Vorgaben nur das Produkt und seine Verpackung betreffen, nicht aber den Händlern vorschreiben, wie sie ihre Verkaufsflächen auszugestalten, etwa ihre Regale zu bestücken haben.  Dass die Verbraucherzentralen dagegen rechtlich vorgehen, überrascht nicht, da sie als überwiegend steuergeldfinanzierte Einrichtungen die staatliche Agenda der Raucherbekämpfung übernommen haben. Deshalb ignorieren sie, dass dem Verbraucher die Steckkarten nützen, nicht aber die Bildpropaganda. Statt als Hilfstruppen von Tobacco Control zu agieren, könnten sie mal so tun, als seien sie an echtem Verbraucherschutz interessiert und sich z.B. über das Verbot der Werteangaben auf Tabakverpackungen beschweren.

Kaffeetasse, Mousepad, Beutel

Im Netzwerk-Rauchen-Spendenshop sind neue Produkte erhältlich! Nach dem Schockbilder-Album 2.0 und dem Flussblick-Poster können Sie als Dankeschön für eine kleine Spende nun Mousepads, Kaffeebecher und Leinenbeutel erhalten. Die Kaffeebecher sind aus Keramik und mit zwei unterschiedlichen Slogans zu haben.  Für zu Hause und auf der Arbeit, genau wie die schöne Unterlage für die Computermaus und der nicht nur für Hipster geeignete Tragebeutel.

Einfach hier bestellen, Porto ist inbegriffen.

 

Und ewig lockt das Verbotene

Schrecken Schockbilder ab, rauchen Teenager weniger durch Ekelfotos auf Tabakpackungen? Zweifelhaft, und laut einer weiteren Studie ist das Gegenteil der Fall: Zigaretten werden dadurch attraktiver. Tja, da geht der Schuss wohl nach hinten los.

Im Übrigen: Egal, wie effektiv Schockfotos nun sein mögen (in die eine oder andere Richtung), sie sind so oder so als propagandistische Manipulation und illegitimer staatlicher Eingriff abzulehnen.

Hier der Beitrag „Faszination des Verbotenen“.

Dazu eine Leseempfehlung auf Englisch aus dem Magazin Spiked.

 

Plain Packaging – Kein Grund zum Feiern

Schlimmer noch als die mit Schockbildern und ebenso propagandistischen Texten zugemüllten Tabakpackungen in Deutschland und den meisten EU-Ländern ist die nächste Stufe, das sog. „Plain-Packaging“. Hierbei sind gar keine Markenlogos mehr erlaubt, für alle Marken gilt zudem eine Einheitsfarbe.  Vorreiter  war Australien, wo diese üble optische Gleichschaltung vor fünf Jahren eingeführt wurde.

Siehe dazu den Beitrag von Fred Roeder in der Huffington Post.

Bescherung im Spendenshop

Im Netzwerk-Rauchen-Spendenshop gibt es nicht nur seit Kurzem den zweiten Ekelbilder-Sammelband. Pünktlich zur Weihnachtszeit können Sie nun zwei weitere Produkte als Dank für eine kleine Spende erhalten.

  • Auf unseren Ekelschützern weihnachtet es! Den Einstecker für Zigarettenschachteln und die Banderolen für Tabakdosen – die gute Alternative zum Anblick der Schockfotos ­– ist wieder im jahreszeitlichen Design erhältlich. Nur begrenzte Zeit!
  • Das Poster Flussblick macht sich gut an der Wand. Das Bild zeigt ein Freizeitgelände, auf dem alles erlaubt ist – außer Rauchen, Radfahren, Grillen, Fußballspielen, Skaten, Hunden, Dicken, Essen, Trinken … Noch ein buntes Werk, aber immer mehr auch graue Realität. 

Porto inbegriffen. Machen Sie sich und anderen eine Freunde und unterstützen nebenbei unsere Arbeit. Für ein paar Euro sind Sie dabei!

Neues Album für Schockbilder

Der Schachtelteufel 2 ist fertig, der Nachfolger des erfolgreichen ersten Sammelalbums für Ekelbilder. Die Tabakproduktrichtlinie 2 beglückt uns bekanntlich mit gleich drei Staffeln der kranken Phantasie von EU-Bürokraten entsprungenen „Zigarettensammelbildchen“. Seit Mitte 2017 ist die zweite Garnitur im Umlauf, wieder für ein Jahr. Auch diesmal gilt es, ein Set von 14 verschiedenen Bildern zu ergattern, um das Album zu füllen. Erhältlich ist der Schachtelteufel 2 als Dankeschön für eine kleine Spende von 3 Euro an Netzwerk Rauchen in unserem Spendenshop.

Wer das erste Sammelalbum nicht kennt, kann die Online-Galerie mit einem großen Teil der Inhalte durchblättern. Auch das neue Album für 2017/18 enthält wieder wissenswerte Informationen über Manipulation und Irreführung, die die EU in Text- und Bildform verbreitet, und kluge Zitate. Die neue Online-Galerie folgt bald, aber gedruckt bestellbar ist der Schachtelteufel 2 bereits jetzt.