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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

… Ihren Nachbarn, Ihrem Pizzaboten, Ihrer Hausratte und allen, den Sie zu nahe kommen, bis ins dritte Glied.
Welchen Schaden soll das arme kleine Kind denn nehmen? Netzwerk Rauchen hat in einer Analyse festgestellt, dass von den ganzen Erkältungs- und ähnlichen Krankheiten beim Nachwuchs, mit denen man den Tabakgenuss der Eltern gerne in Verbindung bringt, bei genauer Betrachtung nichts übrig bleibt. Die Legende vom gefährlichen „Passivrauchen“ schmilzt wie Schnee in der Sonne. Leider lassen sich viele Erwachsene einreden, es sei üble Sünde, in der Gegenwart von Kindern zu rauchen.
Auch als man allgemein noch ein entspanntes und unverkrampftes Verhältnis zum Rauchen in der Nähe von Kindern hatte, wurde Babys nicht einfach Rauch mitten ins Gesicht geblasen. Und nein, Kinder leiden nicht unter der Anwesenheit von Rauchern. Der ganze Ekel vor Tabakrauch ist ein anerzogener Affekt, den früher fast niemand hatte. Klar, dass Antiraucher für „rauchfreies Aufwachsen“ von Kindern sind, denn die sollen ja darauf getrimmt werden, Tabakrauch als etwas Abnormales wahrzunehmen. Kein Grund, dabei mitzumachen. Nur genug lüften sollte man – aber darin sind wir Raucher ohnehin besser.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Schöne weiße Schminke oder Photoshop-Bearbeitung vermittelt hier mitten im Saft stehenden Menschen wird den falschen Eindruck, durch das Rauchen würde man typischerweise auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft aus dem Leben gerissen. Krankhaft übersteigertem Risikodenken wird so der fatale Weg bereitet. Doch soweit muss es nicht kommen. Zeigen Sie einfach den falschen EU-Belehrungen den Mittelfinger und lassen sich Ihren Lebensstil nicht verbieten.
Im Übrigen kommen genügend Nichtraucher mit solcherart bedruckten Packungen in Berührung. Ein von den Raucherhassern aber gern in Kauf genommener Kollateralschaden, schließlich will man ihnen Ekel vor Rauchern anerziehen.

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Bildquelle: aboutpixel.de / Hochzeit © Andreas Reimer

„Neben der Beleidigung der Verbraucher, die den irreführenden Ekelfotos ausgesetzt sind, stellt die verstärkte Verunstaltung der Schachteln einen inakzeptablen Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit der Hersteller dar, die längst nicht mehr Herr über Inhalt und ihrer Ware sind. Da es die in der US-amerikanischen Verfassung garantierte Meinungsfreiheit unzulässig beschneidet, wenn man gegen seinen Willen zu Äußerungen gezwungen wird, hat […] ein hohes US-Berufungsgericht die Schockbilder vor der Einführung gestoppt.“

Christoph Lövenich, Politologe, Redakteur und Publizist

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