Online-Galerie 2016/17 [3]

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Hurra, das „Raucherbein“ ist zurück. Früher standardmäßig immer erwähnt als kleiner Bruder des Lungenkrebses, hatte es zuletzt an Prominenz eingebüßt. Vielleicht, weil es gar nicht so sehr direkt mit dem Tabakgenuss, sondern eher mit Diabetes und Fettstoffwechselstörungen zu tun hat? Man spricht übrigens auch von der „Schaufensterkrankheit“, insofern gehören auch Schaufenster zur Gruppe der Betroffenen.
Da Diabetes als einer der Hauptrisikofaktoren für das sogenannte „Raucherbein“ gilt: Werden solche Fotos demnächst auch auf Medikamentenpackungen für Diabetiker erscheinen? Nein, natürlich nicht. Die Pharmaindustrie, in den letzten 25 Jahren wesentlicher Finanzier der Anti-Raucher-Hetze nimmt doch keine Nachteile in Kauf, sondern will sich bereichern. An Nikotinmitteln (Kaugummis, Pflaster usw.) wie auch Psychopharmaka, die in einer zunehmenden nichtrauchenden Gesellschaft immer reißenderen Absatz finden. Nicht umsonst hat mal jemand die Zigarette als das „Psychopharmakon des kleinen Mannes“ bezeichnet.
P.S.: Das Raucherbein, so hält sich hartnäckig ein Internet-Mythos, ist nach seinem Entdecker, dem Mediziner Franz Ferdinand Raucher (1864-1930) benannt.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Das wäre natürlich eine Katastrophe. Womöglich entsteht so ein neuer Albert Einstein, ein neuer Helmut Schmidt oder wieder eine Coco Chanel. Das geht gar nicht. Am besten man sterilisiert alle Raucher, wie früher die Alkoholiker im Dritten Reich. So entsteht eine schöne neue Nichtraucherwelt.
Man will Eltern mit aller Macht das Rauchen verleiden. Es gibt aber auch Kinder, die gerade wegen des Rauchens der Eltern nie anfangen und solche, die trotz Nichtrauchereltern später zur Tabakware greifen. Siehe: homosexuelle Kinder heterosexueller Eltern. Nun ist es in den meisten westlichen Kreisen erfreulicherweise keine Schande mehr, einen schwulen Sohn oder eine lesbische Tochter zu haben, aber jetzt sind Raucher die Ausgegrenzten.
Nicht selten werden auch die Kinder von Lehrern, Architekten, Dicken oder Juden zu ebensolchen. Wen stört’s? Natürlich die Anhänger der „tabakfreien Welt“, die nicht eher ruhen wollen, bis der letzte Raucher vom Antlitz dieses Planeten verschwunden ist. Den Gesundheitsministern, der WHO und nicht zuletzt der Pharmaindustrie soll man gefälligst nichtrauchenden Nachwuchs schenken. Ihr könnt uns mal.

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Foto: Lewis Hine (1874-1949)

„Der Durchschnitts-verbraucher wird die Bilder genauso ignorieren wie die Texte, und der ästhetisch anspruchsvolle Raucher hat ja längst die Hilfsmittel, um auch dieser neuesten Zumutung zu entgehen. Freilich bleibt das Kopfschütteln, mit welchen Albernheiten sich die Eiferer für die ‚tabaklose‘ Welt abgeben, finanziert natürlich aus Steuermitteln, die kaum ein europäischer Bürger ihnen aus freien Stücken gönnen würde.“

Prof. Dr.-Ing. habil. em. Günter Ropohl, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Technologie und Fachautor

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