Plain Packaging – Kein Grund zum Feiern

Schlimmer noch als die mit Schockbildern und ebenso propagandistischen Texten zugemüllten Tabakpackungen in Deutschland und den meisten EU-Ländern ist die nächste Stufe, das sog. „Plain-Packaging“. Hierbei sind gar keine Markenlogos mehr erlaubt, für alle Marken gilt zudem eine Einheitsfarbe.  Vorreiter  war Australien, wo diese üble optische Gleichschaltung vor fünf Jahren eingeführt wurde.

Siehe dazu den Beitrag von Fred Roeder in der Huffington Post.

Bescherung im Spendenshop

Im Netzwerk-Rauchen-Spendenshop gibt es nicht nur seit Kurzem den zweiten Ekelbilder-Sammelband. Pünktlich zur Weihnachtszeit können Sie nun zwei weitere Produkte als Dank für eine kleine Spende erhalten.

  • Auf unseren Ekelschützern weihnachtet es! Den Einstecker für Zigarettenschachteln und die Banderolen für Tabakdosen – die gute Alternative zum Anblick der Schockfotos ­– ist wieder im jahreszeitlichen Design erhältlich. Nur begrenzte Zeit!
  • Das Poster Flussblick macht sich gut an der Wand. Das Bild zeigt ein Freizeitgelände, auf dem alles erlaubt ist – außer Rauchen, Radfahren, Grillen, Fußballspielen, Skaten, Hunden, Dicken, Essen, Trinken … Noch ein buntes Werk, aber immer mehr auch graue Realität. 

Porto inbegriffen. Machen Sie sich und anderen eine Freunde und unterstützen nebenbei unsere Arbeit. Für ein paar Euro sind Sie dabei!

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

„Whitefacing“ bei der Dame links – zumindest scheint sie nicht grün vor Neid ob der Kindsmutter rechts im Bild. Mit einer Karriere als Bundesverteidigungsministerin wird es so natürlich nichts. Tatsächlich sind das irgendwelche Leute, die sich nicht entblöden, mit der Ablichtung auf Propagandamaterial der EU ein bisschen Handgeld zu verdienen. Woher kommt eigentlich der heilige Zorn über die ganzen rauchenden Schwangeren, wenn die Zigarette angeblich unfruchtbar macht?
Früher war diese Behauptung unbekannt und ist in vielen Ländern heute noch nicht sehr verbreitet. Also kann man sich ungestört fortpflanzen. Es geht ja – wie bei den anderen Warnungen – nicht um tatsächliche Gefahren, sondern um Angstmache. Wenn man das einmal verstanden hat, braucht man sich weniger zu sorgen. Sorge dich nicht, liebe!

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Auf diesen Unfug ist man ursprünglich durch eine Studie mit ein paar Dutzend amerikanischen Vietnam-Veteranen gekommen, und fertig war die nächste Masche, den Leuten Angst einzujagen. Allerdings sind gerade während des deshalb sogenannten Babybooms besonders viele Kinder geboren worden, in einer Zeit, in der die allermeisten Väter zur Rauchware gegriffen haben.
Raucher jedenfalls sollten sich nichts einreden und schon gar nicht die Zigarette danach vermiesen lassen. Diese Propagandatexte und Krankheitsporno-Bilder kommen ja von der EU. Angesichts der Qualität der dortigen Gesetzgebung wäre legislative Impotenz eine bessere Wahl.

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Foto: Carlos Huerta, cc-by-2.0

„Eine Eindämmung des Rauchens durch Beschämung, Beschimpfung, Bedrohung und Bestrafung von Rauchern wird sich meiner Überzeugung nach mit absoluter Sicherheit als gesellschaftlich wie gesundheitspolitisch kontraproduktiv erweisen. […] Die Leit­gedanken, die der Tabakproduktrichtlinie der EU zugrunde liegen, stehen im Widerspruch zu allem, was eine freie Gesellschaft in ihrem Wesen ausmacht.“

Prof. Dr. med. Romano Grieshaber, ehemaliger Leiter der Prävention und Forschung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN)

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Bei dem armen bleich geschminkten Mann handelt es sich wohl um einen hauptberuflichen Erschrecker in angesehenen Geisterbahnen. Nicht mehr ganz junger Mann zum Mitreisen gesucht…
Nicht einmal der großen rechtsmedizinischen Koryphäe Prof. Karl-Friedrich Boerne (Münster) würde es gelingen, nach einer Herzattacke das Rauchen als „Täter“ dingfest zu machen. Es gibt wohl hunderte potentielle Risikofaktoren für dieses Leiden – und ebenso viele Gene, die dort mit hineinspielen. Wir empfehlen den Besuch des „Heart Attack Grill“ in Las Vegas: Dort gibt es den kalorienreichsten Hamburger der Welt und rauchen darf man auch.
Was ist eigentlich mit den anderen Faktoren, die man ebenfalls als Ursachen für Herzattacken gefunden zu haben meint? Bei Alkohol und bestimmten Speisen könnte man ähnliche Ekelpornos auf den Speisen anbringen, aber wie steht es bei ethnischen Zusammenhängen, die angeführt werden, z.B. dem höheren genetischen Risiko für Schwarze in den USA?

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Die ungesunde Gesichtsfarbe begegnet uns auf diesem Foto nicht zum einzigen Mal. Scheint ein ständiges Stilmittel zu sein: Bleich wie Gevatter Tod kriecht der Raucher durch sein Leben. Fernab der Realität, aber das Kopfkino der hauptberuflichen Tabakbekämpfer spielt sich ohnehin in einer Parallelwelt ab. Einer, wo die Lebenserwartung in Deutschland sich seit Einführung der Industriezigarette nicht verdoppelt hat.
Und übrigens nicht die feine Art, Behinderungen bzw. Behinderte für Anti-Rauch-Propaganda zu missbrauchen. „Diese Sujets vermitteln ein klischeehaftes und negatives Bild von Behinderung, die ich als diskriminierend empfinde“, sagte ein österreichischer Parlamentarier und Behindertenpolitiker zu diesen Bildern.
„Behindert ist man nicht – behindert wird man“? Raucher werden jedenfalls beim Ausleben ihres Lebensstils in zunehmendem Maße behindert. Von Staats wegen, aber auch durch die grassierende Neigung in der Gesellschaft, die Mitmenschen zu gängeln.

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Günter Ropohl: Besorgnisgesellschaft. Hintergründe der Tabakbekämpfung, Parodos Verlag, Berlin 2014, ISBN: 978-3-938880-67-8

„Ob der Sterbende durch Schlaganfall oder Herzinfarkt in Minutenschnelle dahingerafft, ob er durch allgemeine Schwäche sanft entschläft, oder ob er wochen- und monatelang in hilflosem Schmerz dahinsiecht, das hängt von der Verfassung des Patienten und der Art der Erkrankung ab, nicht aber von möglichen Einfluss­faktoren der Krankheit. Ein lebenslanger Raucher, der an einem plötzlichen Herzinfarkt stirbt, hat einen schöneren Tod als der lebenslange Nichtraucher, dessen Organe nach und nach von aggressiven Metastasen befallen werden.“

Prof. Dr.-Ing. habil. em. Günter Ropohl, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Technologie und Fachautor

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

… Ihren Nachbarn, Ihrem Pizzaboten, Ihrer Hausratte und allen, denen sie zu nahe kommen, bis ins dritte Glied.
Welchen Schaden soll das arme kleine Kind denn nehmen? Netzwerk Rauchen hat in einer Analyse festgestellt, dass von den ganzen Erkältungs- und ähnlichen Krankheiten beim Nachwuchs, mit denen man den Tabakgenuss der Eltern gerne in Verbindung bringt, bei genauer Betrachtung nichts übrig bleibt. Die Legende vom gefährlichen „Passivrauchen“ schmilzt wie Schnee in der Sonne. Leider lassen sich viele Erwachsene einreden, es sei üble Sünde, in der Gegenwart von Kindern zu rauchen.
Kinder leiden aber nicht unter der Anwesenheit von Rauchern. Der ganze Ekel vor Tabakrauch ist ein anerzogener Affekt, den früher fast niemand hatte. Klar, dass Antiraucher für „rauchfreies Aufwachsen“ von Kindern sind, denn die sollen ja darauf getrimmt werden, Tabakrauch als etwas Abnormales wahrzunehmen. Kein Grund, dabei mitzumachen. Nur genug lüften sollte man – aber darin sind wir Raucher ohnehin besser.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Ungesunde Gesichtsfarbe – hier scheint jemand vom Rauchen auf das Trinken von Menschenblut umgestiegen zu sein. Schöne weiße Schminke oder Photoshop-Bearbeitung vermittelt hier mitten im Saft stehenden Menschen den falschen Eindruck, durch das Rauchen würde man typischerweise auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft aus dem Leben gerissen. Krankhaft übersteigertem Risikodenken wird so der fatale Weg bereitet.
Den Lieben zuliebe als nichtrauchender Untoter die Welt unsicher machen – so weit muss es nicht kommen. Zeigen Sie einfach den falschen EU-Belehrungen den Mittelfinger und lassen sich Ihren Lebensstil nicht verbieten.
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Bildquelle: aboutpixel.de / Hochzeit © Andreas Reimer

„Neben der Beleidigung der Verbraucher, die den irreführenden Ekelfotos ausgesetzt sind, stellt die verstärkte Verunstaltung der Schachteln einen inakzeptablen Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit der Hersteller dar, die längst nicht mehr Herr über Inhalt und ihrer Ware sind. Da es die in der US-amerikanischen Verfassung garantierte Meinungsfreiheit unzulässig beschneidet, wenn man gegen seinen Willen zu Äußerungen gezwungen wird, hat […] ein hohes US-Berufungsgericht die Schockbilder vor der Einführung gestoppt.“

Christoph Lövenich, Politologe, Redakteur und Publizist

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Angstmache par excellence. Das abgebildete Kind, welches dramatische Leiden ihm auch widerfährt, sieht nicht aus wie gerade geboren oder gar nicht zur Geburt gelangt. Insofern ein klassischer Missgriff. Früher hat man mit solchen Körpern um Spenden für hungernde Kinder in Afrika geworben, jetzt missbraucht man sie, um künftigen Eltern Schrecken einzujagen.
Ansonsten: „Ungeborene Kinder“ gehört eigentlich zum Vokabular der Abtreibungsgegner, korrekt wären Begriffe wie Embryo oder Fötus. Aber auch Grüne und „Linke“, sonst gerne sprachdogmatisch, nehmen das in diesem Fall gern in Kauf, solange es gegen die Raucher geht.

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Bild: Europäische Kommission, Anhang II der Richtlinie 2014/40/EU

Nicht gerade „tongue in cheek“, diese Abbildung, um die Angelsachsen zu zitieren, von denen die Antiraucherpropaganda meistens kommt. Wer kennt einen Raucher mit solchem Zungenbelag? Eben. Aber es soll nun mal der Eindruck entstehen, dass der Genuss einer Zigarette, Zigarre oder Pfeife Derartiges mit sich brächte. Und der Verzicht führt zur Seligkeit. Wer’s glaubt. Apropos Zunge: Dieselbe Weltgesundheitsorganisation (WHO), die die Tabakbekämpfung (Tobacco Control) weltweit koordiniert – und damit auch die Ekelbilder – sieht auch bei Fleisch wie Innereien potentielle Krebsgefahr.

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demoschild_web„Gerade die Ekelbilder dienen primär einem einzigen Zweck: der Angstmache. Jetzt soll sich durch Brechreiz und Schocktherapie der Erziehungseffekt einstellen, den all die schriftlichen Warnhinweise und „Aufklärungskampagnen“ bei den letzten unbelehrbaren Rauchdelinquenten nicht erreichen konnten. […] Mit diesem neuen Politikmodus geht ein gigantisches Umerziehungs- und Entmündigungsprogramm einher, bei dem Brüssel das europäische Epizentrum ist.“

Johannes Richardt, Redaktionsleiter des Magazins „Novo“

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Wir lieben Tabak, ihr hasst ihn. Die Liebe wird siegen.